Die neuen Vereinbarungen im öffentlichen Sektor auf Bundes- und Kommunalebene gelten für einen Zeitraum von 24 Monaten, der bis zum 31. Dezember 2009 läuft. Verstehen Sie den Tarifverhandlungsprozess, erhalten Sie Aktuelles über den Stand der Verhandlungen und finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen. Erfahren Sie, wie separate Agenturen ein Mandat für ihre Tarifverhandlungen erhalten. Am 31. März 2008 einigte sich die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mit Vertretern der Bundesregierung und der Kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) auf ein Tarifpaket über Lohn und Arbeitszeit für Bundes- und Kommunalbeschäftigte im öffentlichen Dienst. Die Vereinbarungen betreffen rund 2,1 Millionen Beschäftigte des öffentlichen Sektors, die im Nahverkehr, in Versorgungseinrichtungen und Krankenhäusern tätig sind, sowie Lehrer mit Einem Mitarbeiterstatus. Der Einigung folgten mehrere Warnstreiks, an denen Hunderttausende Beschäftigte des öffentlichen Sektors beteiligt waren. Sie geben Ihr Bestes an Ihrem Arbeitsplatz und an Ihre Familie, jeden Tag. Wir sind in diese Verhandlungen gegangen, um ein zentrales Abkommen zu erzielen, das dies anerkennt und unterstützt – und wir haben Ergebnisse erzielt.

Um Druck auf die Arbeitgeber auszuüben, rief ver.di zu größeren Warnstreiks auf, die bis zu einem Tag andauerten und vor allem den Nahverkehr, Krankenhäuser und Flughäfen betrafen. Die Streiks zeigten, dass ver.di mit einer breiten Unterstützung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst rechnen kann. Eine Mehrheit in der breiteren Öffentlichkeit unterstützte auch die Forderung der Gewerkschaften, da weithin akzeptiert wurde, dass die Beschäftigten des öffentlichen Sektors nach einer Reihe von Jahren, in denen sie mit Verlusten beim Realeinkommen zu rechnen hatten, eine deutliche Lohnerhöhung verdienten. Nachdem die Verhandlungen im Februar 2008 gescheitert waren, forderten die öffentlichen Arbeitgeber ein gemeinsames Streitbeilegungsverfahren. Das Ergebnis dieses Verfahrens hat für ver.di kein akzeptables Ergebnis gebracht, und die Gewerkschaft unterstrich damit ihre Entschlossenheit, Zu arbeitskampfleistende Maßnahmen zu fordern. In den abschließenden Verhandlungen am 31. März 2008 wurde jedoch schließlich eine Einigung erzielt. Der unterschriebene Vertrag wird als “kollektiver” Vertrag bezeichnet, weil es genau das ist – eine Vereinbarung, die für alle Beschäftigten in der Tarifeinheit im Unterschied zu einzelnen Arbeitsverträgen gleichermaßen gilt, die Sie bei nicht gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmern finden würden.